Ausgangssituation und Hintergrund

„Das Problem zu erkennen ist wichtiger als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung.“
– Albert Einstein

Die Suche nach Nachwuchs für die gewerblich-technischen Berufe wird insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen immer schwieriger.

Bisher war es für die meisten Unternehmen immer noch möglich, durch Auswahl aus einer großen Anzahl von Bewerberinnen und Bewerbern die Geeigneten zu selektieren und leistungsstarke Auszubildende zu rekrutieren. Das wird jedoch zukünftig nicht mehr so leicht möglich sein.

Die Anzahl an (qualifizierten) Bewerbungen nimmt ab und Ausbildungsstellen bleiben mangels geeigneter Bewerberinnen und Bewerber unbesetzt. So mangelt es vielen Bewerberinnen und Bewerbern an Ausbildungsreife, ausbildungsrelevantem Basiswissen, realistischen Berufsvorstellungen sowie ausreichenden Kenntnissen der Berufs- und Arbeitswelt.

Aus Sicht der Jugendlichen ist der Übergang von der Schule in die Ausbildung in den letzten Jahren jedoch ebenfalls problematischer und oft langwieriger geworden. Jugendliche sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten bei der erfolgreichen Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einem Studienplatz konfrontiert. Die Fülle an Informationen, gestiegene Anforderungen in der theoretischen und praktischen Ausbildung und die oft unzureichende, wenig realitätsnahe Einschätzung der eigenen Potenziale führen bei vielen zu Unsicherheiten und erschweren die Entscheidung für eine Berufsausbildung. 

Unter der Lupe – in welcher Situation befinden sich Ausbildungsbetriebe, Bewerber und Ausbildung

Ausbildungsbetriebe

  • Matchingprobleme (Bewerber sind da, doch keine geeigneten Kandidaten)
  • Abwanderung“ von Azubis mit höheren Bildungsabschlüssen in Richtung Studium / Technikerschule.
  • Konsequenz: Viele Facharbeiterstellen bleiben unbesetzt
  • Rekrutierungsprobleme bei kleinen Betrieben und Unternehmen mit außerhalb gelegenen Standorten
  • Konfrontation mit Auswirkungen des demografischen Wandels

Bewerber

  • Gesunkene Zugangsvoraussetzungen in den berufsrelevanten Anforderungsbereichen (z. B. Mathe, Physik)
  • Fehlende Ausbildungsreife
  • Einschränkungen im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenzen, insbes. Selbständigkeit und -verantwortung, Leistungsfähigkeit, Lernbereitschaft und Wertebewusstsein

Ausbildung

  • gestiegene Anforderungen in Fachtheorie und Fachpraxis
  • Inhomogene Ausbildungsgruppen (viele leistungsschwache stehen sehr leistungsstarken Azubis gegenüber)
  • Individualisierung der Ausbildung
  • Pädagogischer / didaktischer Aufwand steigt
  • gesunkene Attraktivität der gewerblich-technischen Berufe bei den Schulabgängern

Lösungsbeitrag: Projekte und Initiativen für Jugendliche und Ausbildungseinsteiger

„Die wertvollste Investition überhaupt, ist die in den Menschen“
– Jean-Jacques Rousseau

Mit unseren Projekten und Initiativen im Bereich Berufsorientierung und -vorbereitung sowie speziellen Angebote im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung möchten wir dazu beitragen, einzelne Bedingungen des aufgezeigten Spannungsfeldes zu überwinden und Jugendliche und Ausbildungsbetriebe erfolgreich zusammenbringen. 

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
– Aristoteles